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Das Schwalbenlied Kleine Schwalbe bau dein Nest. Bau es, vor meinem Fenster, auf das Geäst. Sing' dein Lied, wenn es mir schlecht geht. Sing'; es mir, wenn die Sonne scheint. Singe, wenn der Tag mir die Liebe bringt. Sing' mir einfach dein Lieblingslied, Kleine Schwalbe, ich singe mit. Ziehe deine Kinder groß. Und wenn sie groß sind, lass sie los. Nie wieder kommen sie zurück?! Aber ich hör dann noch immer dein Lied. Schwalbenfreundin, mach mir Freud'. Singe mir dein Liedchen heut. Sing' mir einfach dein Lieblingslied, Kleine Schwalbe, ich singe mit. Und wenn du nicht mehr wiederkehrst, Dann weine ich um dich, sicherlich. Doch vielleicht kommt dann dein Kindchen her, Und singt mit mir dein Lied im Chor. Vielleicht bleibt es so lang' wie du, Und zwitschert fröhlich mir ins Ohr. Drum, Schwalbenfreundin, mach mir Freud'. Singe mir dein Liedchen heut. Wir leben alle nur ein Weilchen, Verblühen so schnell wie ein Veilchen. Ich schlucke deine Tränen Der Wellen schäumender Gesang, in meinem Ohr, mehr als ein Traum, tiefer als in Trance, so schwimme ich dahin... Und ich höre ganz plötzlich, dein Weinen, dort am Abgrund, schwindet Stille und die weichen Ströme . Dein Haar quillt durch morsches Geäst, das verdrängend am Wasser schwebt. Mein Hauch verblasst am Horizont, ich schlucke deine Tränen und ich flüstere deinen Namen, aber in deinem Mund versammeln sich dunkelgrüne Blätter. Und ich kann dich nicht erreichen, kann deinen Leib nicht umgreifen. So hilflos in meinem Herzen, in meinem Körper. Während du versinkst, spurlos, klanglos, atemlos... Und es strömt kaltes Wasser in die Augen meiner Liebe... Weitere Gedichte und mein 1. Gedichtband unter www.gernot-breimann.at.tc |