Lex Lange
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Über mich

Ich bin 25 Jahre alt, berufstätig und habe sowohl eine Frau als auch ein Kind.

 

Gedichte, Theaterstücke, Lieder, Aphorismen, Konzeptwerke, Essays, etc. schreibe ich eigentlich, seit ich schreiben kann. 

Gedichte von mir wurden bereits in 5 Büchern und in 3 Zeitschriften veröffentlicht.

Ich bin Administrator und Moderator in mehreren Literaturforen.

 

Spezialgebiete sind Gedichte zum Thema Drogen, sexueller Missbrauch, Politik und Geschichtsträchtige Ereignisse. 

 

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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 31.10.2006 )
 
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Meine Gedichte

Missbraucht

  Lex 

Wie alt kann man mit 13 sein?

Wie viel muss man gesehen haben?

Wann ist ein Mädchen nicht mehr klein?

Wie nah darf man sich an sie wagen?

 

Ich fühle Angst und Wut zugleich,

zwei Seelen füllen meine Brust.

Die des Kindes zart und weich,

das Opfer seiner kranken Lust.

 

Die andre ist noch jung und leise,

doch fern von jeder Zärtlichkeit.

Sie lebt auf ihre eigne Weise,

trägt seit Geburt ihr Trauerkleid.

 

Je öfter mich die Hand berührt,

desto mehr muss ich ihm geben.

Ich sei Schuld hab ihn verführt,

lehrt er mich, mir einzureden.

 

Die Seele die ich Kindheit nannte,

steht nun vor ihrem eignen Grab.

Die andre die sich von ihr wandte,

ist bald das letzte was ich hab.

 

Und so ertrag ich seine Gier

mich zu missbrauchen mich zu schmecken

Ich ertrage dieses Tier

dessen Krallen in mir stecken.

 

Die Laute die er von sich gibt,

verlassen niemals meine Ohren

Die Schmerzen die er in mich schiebt

sind heut zum letzten Mal geboren.

    

Im Arbeitsamtfoyer

  Lex 

Der Beton ist weich gesessen,

auf der Treppe vor dem Block.

Man sieht sie sitzen wie besessen,

vom ersten bis zum letzten Stock.

 

Jugend ist hier schnell passee’,

sie sprintet eine kurze Zeit,

bis ins Arbeitsamtfoyer,

dort wartet schon die Ewigkeit.

 

Warten wird zum Folterspiel,

und alle Freunde spielen mit.

In der Gesellschaft trinkt man viel,

und wer nicht trinkt hält keinen Schritt.

 

Aussicht ist hier losgelassen,

verliert sich zwischen Schorn und Stein.

Wo die Hoffnungen verblassen,

um Erinnerung zu sein.

 

Zu viel Arbeit das macht krank,

Arbeitslosigkeit macht Tote.

Arbeit, Arbeit vielen Dank,

für die hohe Leidensquote.

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