Michael Schönen


Drucken E-Mail
Über mich
Michael Schönen: Eine Fallstudie  

Michael Schönen wurde im Alter von null Jahren in Neuss am Rhein geboren, und erwies sich schon früh als Mann für alle Fälle:

Er fiel hin und wieder hin, stand - und fiel - aber immer wieder auf: Er spielte schon als Kind gern mit Worten. (Schon allein deshalb, weil niemand sonst mit ihm spielen wollte.) Seine Lehrer bezeichneten ihn als ausfallend, besonders im Sportunterricht, wo er häufig ausfiel. In einigen Fächern fiel er sogar durch, wurde jedoch in den meisten Fällen versetzt – auch von Frauen.

Vor den Fallstricken des Lebens war er nie gefeit: Seine unglückliche Wahl fiel auf die Ausbildung zum Steuerfachgehilfen. Als Vorbereitung auf den Ernstfall leistete er Zivildienst in einem Krankenhaus, wo er jedoch keine Kranken pflegte, sondern lediglich seinen kranken Humor. Darüber hinaus pflegte er, wie ein Wasserfall zu reden, sowie anderen ins Wort und so auf den Wecker zu fallen. 

Bei seiner Leistung als Dichter fiel bereits das eine oder andere ab, das ins Auge fiel. Dabei fielen ihm die Ideen für seinen „Leistungs-Abfall“ häufig im Traum ein. Diesen aber auch zu veröffentlichen, fiel ihm im Traum nicht ein. Als einige Fallbeispiele seine Werke endlich die längst fällige Aufmerksamkeit erhielten, fiel er aus allen Wolken, weil sie den Hörern und/oder Lesern gefielen – die Werke, nicht die Wolken – was durchaus kein Einzelfall blieb.

Auch heute hat er sein Verfallsdatum wohl noch nicht überschritten: Er fällt weiterhin aus dem Rahmen, aus der Rolle und mit der Tür ins Haus. Nur eines hat er bisher versäumt: Er ist weder auf den Mund, noch auf den Kopf gefallen.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 03.10.2006 )
weiter …
 
Drucken E-Mail
Meine Gedichte

Beispiel 1

...

Schimmelbildung

Ein Blick aufs dreckige Geschirr

genügt schon, und ich sehe ein:

Der Ausdruck „weißer Schimmel“ muß

nicht zwingend tautologisch sein.

Ein Blick in meinen Kühlschrank, und

schon bin ich überzeugt davon:

Der Ausdruck „schwarzer Schimmel“ ist

nicht immer ein Oxymoron.

Die PISA-Panik hier im Land

kann ich nicht nachvollziehen, denn:

Allein an Schimmel herrscht bei mir

kein Mangel an Gebildeten.


 

    

Beispiel 2

....

Darum!
Ein Künstler lebt in Hungersnot:
Applaus, das ist des Künstlers Brot,
Lob der Kritik sein Wasser.
Daß man als Dichter und Poet 
aus Knochen nur, und Haut besteht,
gilt nicht für den Verfasser.
Macht sich wer lustig über mich, 
bloß weil mein Leibesumfang sich
auf XXL bemißt,
dann sage ich: Ich seh´ so aus,
grad weil nun einmal der Applaus 
das Brot des Künstlers ist.

 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 03.10.2006 )
 
Drucken E-Mail
Absprache

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 03.10.2006 )
 
Drucken E-Mail
Kosten

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 03.10.2006 )